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Wer 2

(Dies ist eine Fortsetzung des Artikels Wer)

Dies ist die letzte Folge einer Serie, die angefangen hat mit dem Artikel “Nichts”, gefolgt von “Etwas” und jetzt “Wer”. In den vorangegangenen Artikeln ging es im Wesentlichen um folgendes:

(1) Das absolute Nichts hat es nie gegeben. Sonst hätten wir auch jetzt noch das absolute Nichts. Aber etwas existiert - wie z.B. du selbst.

(2) Wenn es nie ein absolutes Nichts gegeben hat, heißt das, dass zu jeder Zeit „etwas“ existiert hat. Dieses „etwas“ können wir auch das „ewige Etwas“ nennen. Dieses ewige Etwas hat weder Anfang noch Ende und keine Bedürfnisse, die es nicht durch sich selbst befriedigen könnte. Es kann alles tun, was immer möglich ist und ist dem, was es produziert immer überlegen.

(3) Das ewige Etwas ist keine Maschine, die von außen programmiert oder kontrolliert wird. Es ist nicht gezwungen, etwas zu produzieren, denn es hat keinerlei Bedürfnisse. Folglich produziert es nur etwas, weil es dies will. Also besitzt das ewige Etwas einen Willen und hat somit die Eigenschaften einer Person. Das bedeutet, dass das ewige Etwas ein ewiger Jemand (oder mehrere) ist.

Was können wir darüber hinaus über den ewigen Jemand feststellen? (ab jetzt wollen wir zu „er“ wechseln, da es sich beim ewigen Jemand um eine Person handelt. Wir entscheiden uns für „er“ aber die Frage, welches Geschlecht dieser Jemand hat, soll hier nicht thematisiert werden).

Da der ewige Jemand keine Bedürfnisse hat, die er nicht selbst befriedigen kann, braucht er keinerlei Umgebung und er war schon da, als es nichts außer ihm gab. Jede Art von Umfeld wäre außerhalb seiner selbst und hätte produziert werden müssen. Aber er ist alles, was existiert.

Es ist also wahrscheinlich, dass der ewige Jemand transzendent ist. Das heißt, er existiert außerhalb von Raum und Zeit und ist von diesen unabhängig. Er ist ewig und somit außerhalb von Zeit. Und er braucht keinerlei Umgebung und existiert somit außerhalb des Raums.

Da er außerhalb von Raum und Zeit existiert, ist der ewige Jemand unsichtbar. Nur was Raum einnimmt ist sichtbar. Wie kann man etwas sehen, das außerhalb des Raums ist? Der ewige Jemand ist also unsichtbar und kann ohne Form oder Körper existieren.

Nehmen wir einmal an, der ewige Jemand produziert etwas - oder eher jemanden -. Er will jemanden schaffen, der in mancher Hinsicht ist wie er. Wie er selbst besitzt dieser andere Jemand Selbstwahrnehmung. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für einen eigenen Willen. Der andere Jemand ist also ein eigenes Wesen mit einem Willen.

Was können wir über diesen anderen Jemand festhalten? Existiert er außerhalb von Zeit? Nein, denn er ist nicht ewig. Er hat einen Anfang und ist deshalb an Zeit gebunden.

Halten wir fest, dass alles, was der ewige Jemand schafft, ihm im Blick auf Raum und Zeit unterlegen ist. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Selbst wenn der andere Jemand ewig leben sollte, hätte er doch einen Anfang in der Zeit gehabt. Seine Zeitspanne befindet sich im [unendlichen] Zeitstrom des ewigen Jemand.

Ist der andere Jemand an den Raum gebunden? Ja. Nur der ewige Jemand kann ohne jede Art von Umfeld existieren. Der andere Jemand benötigt ein Umfeld, um zu leben. Aber welches Umfeld ist das? Es ist wie mit der Zeit. So wie der andere Jemand innerhalb des Zeitstroms des ewigen Jemands lebt, existiert er auch innerhalb von dessen Raum.

Der ewige Jemand übersteigt den Raum. So wie er überall in der Zeit ist, ist er auch überall im Raum. Der andere Jemand wurde geschaffen und lebt innerhalb von Raum und Zeit des ewigen Jemands. Der ewige Jemand ist also die Umgebung, in der der andere Jemand existiert! Wir haben also den anderen Jemand, der vom ewigen Jemand ganz umgeben ist. Aber es gibt ein Problem: er kann den ewigen Jemand nicht sehen, denn dieser übersteigt den Raum. Er nimmt nicht nur einen Teil des Raums ein, sondern er ist der ganze Raum. Um ihn also sehen zu können, müsste der andere Jemand Raum und Zeit vollkommen wahrnehmen können und das ist unmöglich.

Der andere Jemand kann also den ewigen Jemand nicht erkennen. Was muss der ewige Jemand tun, wenn er vom anderen Jemand erkannt werden will? Er muss „heruntersteigen“. Eine Form von „Herunterkommen“ ist unbedingt notwendig. Ist das überhaupt möglich? Ja.

Zur Erinnerung: dem ewigen Jemand ist alles möglich. Er kann sich also dem anderen Jemand zeigen. Er kann zu ihm „heruntersteigen“ - aber wie?

In unserer Welt erfahren wir die Gegenwart eines anderen durch Sehen, Riechen, Berühren, Schmecken und Hören. Da der ewige Jemand dem anderen Jemand die Fähigkeit gegeben hat zu sehen oder zu hören, könnte er (1) in sichtbarer Form erscheinen, (2) zum anderen Jemand sprechen oder beides gleichzeitig (3). Dies wären Möglichkeiten „herabzusteigen“, so dass der andere Jemand den ewigen Jemand erkennen könnte.

Wir haben gesehen, dass der andere Jemand geschaffen wurde. Er ist also abhängig von Raum und Zeit. Welche Gestalt er auch haben mag, sie ist nur innerhalb von Raum und Zeit erkennbar. Der ewige Jemand muss also die gleiche Gestalt annehmen, die er dem anderen Jemand gegeben hat. Dies ist eine Möglichkeit, sich zu erkennen zu geben.

Aber hier taucht eine Frage auf: wenn der ewige Jemand „heruntersteigt“, um sich zu erkennen zu geben, sehen wir dann alles von ihm? Nein! Es gibt Aspekte, die er nicht offenbart hat. Selbst wenn er viel von sich oder gar sich selbst in seiner ganzen Fülle preisgeben würde, könnte er vom anderen Jemand doch nicht ganz erkannt werden.

Interessanterweise finden wir das beschriebene Szenario genauso in der Bibel. Wir sind wie der andere Jemand. Wir sind abhängig von Raum und Zeit. Gott ist der ewige Jemand. Und er offenbarte sich in der Person Jesu Christi. Wenn du mehr darüber wissen möchtest, schau dir die folgenden Punkte an...

1. Gott ist der ewige Jemand. Er war immer da und wird immer da sein.

Ja, bevor die Berge geboren wurden, noch bevor Erde und Weltall unter Wehen entstanden, warst du, o Gott. Du bist ohne Anfang und Ende. (Psalm 90,2)

Begreift ihr denn nicht? Oder habt ihr es nie gehört? Der Herr ist der ewige Gott. Er ist der Schöpfer der Erde - auch die entferntesten Länder hat er gemacht. Er wird weder müde noch kraftlos. Seine Weisheit ist unendlich tief. (Jesaja 40,28)

Ich, der Herr, der König und Befreier Israels, der allmächtige Gott, sage: Ich bin der Erste und der Letzte. Außer mir gibt es keinen Gott! (Jesaja 44,6)

Der Herr aber ist der wahre und lebendige Gott, der ewige König. (Jeremia 10,10)

“Und doch ist es so“, entgegnete ihnen Jesus, „lange bevor Abraham überhaupt geboren wurde, war ich da.“ (Johannes 8,58)

Jesus Christus ist und bleibt derselbe. Wie er gestern war, so ist er auch heute, und so wird er für immer und ewig bleiben. (Hebräer 13,8)

„In meiner Macht steht alles, von A bis Z. Ich bin der Anfang, und ich bin das Ziel“, spricht Gott, der Herr. (Offenbarung 1,8)

Von A bis Z steht alles in meiner Macht. Ich bin der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ziel. (Offenbarung 22,13)

2. Gott ist unsichtbar.

Kein Mensch hat jemals Gott gesehen. Doch sein einziger Sohn, der den Vater genau kennt, hat uns gezeigt, wer Gott ist. (Johannes 1,18)

Gott ist Geist. (Johannes 4,24)

Gott aber, den ewigen König, der unvergänglich ist und den keine menschliche Vorstellungskraft jemals erfassen kann, diesen einzig wahren Gott wollen wir bis in alle Ewigkeit loben und ehren. (1. Timotheus 1,17)

Die Zeit dafür bestimmt Gott selbst, der einzige und allmächtige Gott, der König aller Könige, der Herr aller Herren. ...den kein Mensch je gesehen hat und auch keiner auf dieser Erde sehen kann... (1. Timotheus 6,15-16)

3. Im gewissen Sinne existieren wir in Gott, denn er ist überall. Dennoch unterscheidet er sich deutlich von uns.

Wie könnte ich mich dir entziehen; wohin könnte ich fliehen, ohne dass du mich siehst? (Psalm 139,7)

Es ist der Gott, der die Welt und alles, was in ihr ist, geschaffen hat. Dieser Herr des Himmels und der Erde wohnt nicht in Tempeln, die Menschen gebaut haben. Er braucht auch nicht den Opferdienst irgendeines Menschen. Er, der allen das Leben gibt und was zum Leben notwendig ist, er hat den einen Menschen geschaffen, von dem alle Völker auf der ganzen Erde abstammen. Er hat auch bestimmt, wie lange und wo sie leben sollen. Das alles hat er getan, weil er wollte, dass die Menschen ihn suchen, damit sie ihn spüren und finden können. Und wirklich, er ist uns ja so nahe! Durch ihn allein leben und existieren wir. (Apostelgeschichte 17,24-28)

4. Was immer möglich ist, kann Gott tun.

Für mich ist nichts unmöglich! (1. Mose 18,14)

Unser Gott ist im Himmel, und alles, was er will, das tut er auch! (Psalm 115,3)

Ich habe von Anfang an vorausgesagt, was geschehen wird; lange im Voraus kündigte ich die ferne Zukunft an. Meine Pläne verwirkliche ich, und was mir gefällt, das führe ich aus. (Jesaja 46,10)

„Bei Gott ist alles möglich.“ (Matthäus 19,26)

„Für Gott ist nichts unmöglich.“ (Lukas 1,37)

5. Gott kann „heruntersteigen“. Er kann sich offenbaren, indem er eine menschliche Gestalt annimmt.

Am Anfang war das ewige Wort Gottes: Christus.
...Gottes Sohn wurde Mensch und lebte unter uns Menschen.
(Johannes 1,1; 1,14)

Christus war von allem Anfang an da. Jetzt aber haben wir ihn selbst gehört. Wir haben ihn mit unseren eigenen Augen gesehen und mit unseren Händen berühren können ... Deshalb verkünden wir diese Botschaft von Christus, der das ewige Leben bringt. Er ist von Gott, dem Vater, gekommen und hat als Mensch unter uns gelebt. (1. Johannes 1,1-2)

Christus ist das Abbild seines Vaters; ... Vor Beginn der Schöpfung war er da. Durch ihn ist alles erschaffen, was im Himmel und auf der Erde ist, alles Sichtbare und Unsichtbare, alle Königreiche und Mächte, alle Herrscher und Gewalten. Alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen. (Kolosser 1,15-16)

In dem Sohn zeigt sich die göttliche Herrlichkeit seines Vaters, denn er ist ganz und gar Gottes Ebenbild. (Hebräer 1,3)

Orientiert euch an Jesus Christus: Obwohl er Gott in allem gleich war und Anteil an Gottes Herrschaft hatte, bestand er nicht auf seinen Vorrechten. Nein, er verzichtete darauf und wurde rechtlos wie ein Sklave. Er wurde wie jeder andere Mensch geboren und lebte als Mensch unter uns Menschen. Er erniedrigte sich selbst und war Gott gehorsam bis zum Tod, ja, bis zum schändlichen Tod am Kreuz. (Philipper 2,5-8)

6. Wenn Gott sich offenbart, sehen wir nicht seine ganze Fülle aber doch ihn selbst.

„Denn der Vater ist größer als ich.“ (Johannes 14,28)

„Ich und der Vater sind eins.“ (Johannes 10,30)

„Wer mich gesehen hat, der hat auch den Vater gesehen.“ (Johannes 14,9)


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